Schiedsrichter

Jeder kennt sie, jede Woche sehen wir sie. Sie sorgen beim Fußball in Deutschland dafür, dass alles regelgerecht und geordnet abläuft: Unsere Schiedsrichter. Im Jahr 2009 standen laut DFB-Informationen 78.251 von ihnen Woche für Woche auf den Sportplätzen. Mit einem umfassenden Ausbildungs- und Förderungsprogramm sorgt der DFB dafür, dass die deutschen Schiedsrichter die an sie gestellten Anforderungen in vorbildlicher Weise erfüllen können. 13.166 von ihnen waren Schiedsrichter unter 18 Jahren, 2.186 waren weibliche Unparteiische.

Schon längst nicht mehr sind sie die Männer (oder Frauen) in schwarz. Mittlerweile treten sie auch in grün, rot oder gold an. 10 von ihnen stehen auf der Liste des Fußball-Weltverbandes (FIFA) und werden bei internationalen Spielen eingesetzt.

Schiedsrichter in den höheren Spielklassen sind Leistungssportler. Wer in der Bundesliga zum Einsatz kommen will, benötigt Augenmaß, Autorität, Kompetenz und Erfahrung, aber auch optimale Fitness. Er muss die Regeln sicher beherrschen und über Nervenkraft verfügen.

Aber:
Das Gros der deutschen Schiedsrichter wird an der Basis eingesetzt. Hier werden immer wieder Schiedsrichter gebraucht. Wer Lust hat braucht sich nur mit den zuständigen Leuten (Trainer, Jugendobmann, Fußballobmann etc.) in unserem Verein in Verbindung setzen. Wer weiß, vielleicht startest ja auch du bald eine große Karriere!?

Wie werde ich Schiedsrichter?

Mindestalter:
14 Jahre

weitere Voraussetzungen:
Du solltest Mitglied in einem Fußballverein sein, Interesse am Fußball haben und Einsatzbereitschaft mitbringen, und bereit sein an Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen.

Ausbildung:
Je nach Landesverband 20 bis 50 Unterrichtsstunden im Zeitraum von drei bis zwölf Ausbildungstagen innerhalb von einer bis zu sechs Wochen. Dabei Einführung in die Grundzüge der Fußballregeln.

Prüfung:
Schriftliche (Regelfragen) und auch körperliche Prüfung (1300m-Lauf in sechs Minuten).

Einsätze:
Nach Prüfung, je nach Alter im Junioren- und auch im Senioren-Bereich, beginnend in den Basisklassen. Anfangs möglichst mit Betreuung durch erfahren Kollegen.

Aufstieg:
Bei Eignung können gegebenenfalls auf Kreis- und Bezirksebene zwei Klassen in einem Jahr übersprungen werden. Ab den Spielklassen der Landesverbände benötigt jeder Kandidat pro Spielklasse grundsätzlich ein Jahr. Bis in die Bundesliga sollen grundsätzlich sechs bis acht Jahre veranschlagt werden.

Finanzen:
Die Sportkleidung (Erstausstattung)  wird vom Verein gestellt. Die Fahrtkosten zu den Spielleitungen werden ersetzt, daneben gibt es abhängig von der Spielklasse Aufwandsentschädigungen zwischen 5€ (Schülerspiele), 300€ Regionalliga, 750€ (3.Liga), 2000€ (2.Bundesliga) und 3800€ (1.Bundesliga).

Quellen: DFB und NFV